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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Bruder Konrad in Martinshöhe gehören.

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Kirche Bechhofen

Wir schreiben das Jahr 1939, da wird in Bechhofen, einer kleinen Gemeinde in der Westpfalz, eine katholische Kirche dem heiligen Michael geweiht. Die Grundsteinlegung erfolgte am 02. März 1930 und die Weihe am 19. Oktober des gleichen Jahres.

Da es eine Zeit mit hoher Arbeitslosigkeit war, legte die Diözese Speyer ein Kirchenbauprogramm auf, in dessen Ausführung besonders viele Kirchen in der Westpfalz gebaut wurden. Da der damals amtierende Bischof Ludwig Sebastian aus Frankensteiner ein Westpfälzer war, wußte er um die Not der vielen Pfarreien und Exposituren in unserer Heimat, die keine oder wie in unserem Fall, zu kleine Kirchen hatten. Die alte Kirche in unserem Ort war im Jahre 1802 gebaut und viel zu klein geworden, da sich die Zahl der Katholiken vervielfacht hatte.

Ab 1900 war unsere katholische Kultusgemeinde, bis dahin eine Filiale der Pfarrei Wiesbach, eine Expositur geworden. Seit dieser Zeit erhielten wir einen eigenen Priester und alle hatten sich für eine größere Kirche eingesetzt.

1926 kam der junge Priester August Peter in unsere Gemeinde. Ihm war der Neubau der Kirche ein ganz besonderes Anliegen. Die alte Kirche war am Platz nicht mehr zu vergrößern und wurde verkauft. Bereits im Jahr 1900 hatte die kath. Kultusgemeinde einen Bauplatz an der Rosenkopfer Straße von der politischen Gemeinde gekauft und darauf ein Pfarrhaus erbaut. Dort sollte auch die neue Kirche stehen. Als Architekt konnte man Prof. Boßlet aus Würzburg verpflichten. Als Bauleiter fungierte der Architekt Regierungsbaumeister Kyser aus Landau.

Prof. Boßlet, der ein großer Anhänger von einheimischem Baumaterial war, entwarf den Plan einer Landkirche als "Romanisierender Quaderbau". Dieser Entwurf fand gleich Zustimmung.

Die Baumaterialien fand man gleich in der Nähe im Sandsteinbruch der Familie Palm aus Bechhofen. Die Familie stellte die Bruchsteine kostenlos zur Verfügung. Sofort ging man 1928 ans Werk und hat die Bruchsteine in Eigenleistung gebrochen. Die heimischen Bauern transportierten die Steine und das Bauholz aus den umliegenden Wäldern kostenlos auf den Bauplatz der neuen Kirche.

So konnte bereits im Frühjahr 1930 der Grundstein gelegt und im Herbst des gleichen Jahres die Weihe erfolgen. In der nur kurzen Bauzeit von 7 Monaten, die uns heute noch Respekt abverlangt, wurde von der Fa. Gebrüder Maurer aus Contwig und vielen Geschäftsleuten aus unserer Heimat unter Mithilfe von vielen weiteren Personen diese große Kirche errichtet.

Bereits bei der Grundsteinlegung war der Bischof von Speyer anwesend, ebenso bei der Weihe der Kirche. Ein Jahr später kam er wieder, um die Weihe einer Glocke, gestiftet von Pfarrer Langenstein aus Bechhofen, vorzunehmen. Aus der alten Kirche hatte man 2 kleinere Glocken in die neue Kirche übertragen.

Von der alten Kirche konnte man verschiedene Gegenstände in die neue Kirche übernehmen. Neben den bereits erwähnten Glocken sind dies eine barocke Marienfigur, eine um 1750 entstandene Monstranz, ein Relief des hl. Michael, sowie das Kriegerdenkmal der Gefallenen des ersten Weltkrieges.

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